Eine Reise durch das Industrieviertel ....


Das Industrieviertel (auch bekannt als "Viertel unter dem Wienerwald") ist der südöstliche Teil Niederösterreichs. Eine Reise durch bzw. in das "Industrieviertel" offenbart, dass diese Region von ganz Niederösterreich die besten Eigenschaften vereint hat.

  Also beginnen wir die Reise: 
  Von Wien aus über die Donau geht es Richtung Osten nach Hainburg - jener Gemeinde des Industrieviertels welche das Tor zu Bratislava bildet. Dabei durchreisen wir eines der renommiertesten Weinbaugebiete Österreichs - Canuntum. Es gab ja einen Grund, warum die Römer sich dort schon gerne niederließen. In Ortschaften wie Göttlesbrunn, Höflein oder Petronell-Carnuntum zieht der Verein der "Rubin Carnuntum Weingüter" die besten Tropfen aus der Landschaft. Die Donau und die Donauauen bescheren uns in dieser Region "Römerland-Carnuntum" auch zahlreiche Fisch- und Wildspezialitäten. 
  Von Hainburg aus geht es über Bruck an der Leitha (Dank des Energieparks Bruck/Leitha energieautarke Stadt) am Fuße des Leithagebirges - entlang der Leitha - nach Wiener Neustadt. In der "Hauptstadt" des Industrieviertels entwickelt sich einer der bedeutendsten "Technopole" Österreichs. Zahlreiche Forschungseinrichtungen, Betriebsansiedelungen und Bildungseinrichtungen sorgen nicht nur für Wachstum, sondern sind auch ein großer Markt für Spezialitäten aus den benachbarten Genuss Regionen Buckligen Welt (Bucklige Welt Apfelmost) und dem Schneebergland (Schneebergland Jungrind, Schneebergland Landschwein). 
  In diesen Regionen gibt es ergänzend zu den Genuss Regionen auch zahlreiche Initiativen, die sich der Weiterentwicklung der Qualität ihrer Produkte verschrieben haben, wie "Sooo gut schmeckt die Bucklige Welt" und die "Qualitätsbetriebe Schneebergland". Durch die Bucklige Welt Richtung Süden erreichen wir das Wechselland, welches am Hochwechsel eine Grenze des Industrieviertels zur Steiermark bildet. In Raach im Hochgebirge - finden wir auch eine der bislang wenigen Gasthausbrauereien der Region. Vom Wechsel Richtung Westen geht es runter ins Schwarzatal - eines jener Industrietäler, die für die Region namensgebend waren. Vom Schwarzatal fahren wir mit der Semmeringbahn direkt "auf" einem Weltkulturerbe Richtung Semmering - dem Wintersport- und Sommerfrischeort südlich von Wien. Die Semmeringbahn ist seit 1998 UNESCO Welterbe, die umgebende Landschaft und die Architektur ist geprägt durch den so genannten "Semmeringstil". Auch diese Region zeichnet sich durch zahlreiche Spezialitäten aus, die bei den Direktvermarter/innen beziehbar sind und in der Gastronomie veredelt genossen werden können - zum Beispiel im Looshaus am Kreuzberg in der Gemeinde Payerbach. Dort trifft sich "Semmeringarchitektur" - in dem Fall vom berühmten Architekten Adolf Loos - mit der Kulinarik der Gegend auf einzigartige Weise. 
  Womit wir dann wieder im Tal wären und direkt durch das Höllental zum Schneeberg kommen, dem höchsten Berg Niederösterreichs (2076 m) und Namensspender für die Region Schneebergland, welche mit der Hohen Wand und dem Piestingtal - dort entstand in Gutenstein übrigens die erste Produktionsstätte des Alpenlachs - direkt an das Steinfeld anschließt. Hier wurden zu Zeiten Kaiserin Maria Theresias weitläufige Föhrenwälder angelegt, um eine Versteppung der trockenen Landschaft zu verhindern. Gleichzeitig mit der Anlage der Föhrenwälder im Steinfeld, die zur Kolophoniumproduktiona aus dem Föhrenharz genutzt wurden, wurde 1761 - 1765 auf der schnurgeraden neunkirchner Allee zwischen den Städten Wiener Neustadt und Neunkirchen mit der geodätischen Vermessung der gesamten damaligen Monarchie begonnen. 
  Nördlich des Steinfeldes beginnt das Wiener Becken, welches durch die Thermenlinie vom Wienerwald getrennt ist und uns bei den Winzern der Thermenregion rund um Tattendorf, Baden, Traiskirchen, Pfaffstätten und Gumpoldskirchen zu einer weiteren kulinarisch/önologischen Einkehr bewegt. Vereinigungen wie die Thermenwinzer oder die Burgundermacher sind in dieser Weinbauregion das, was die Winzer von Carnuntum in der Achse zwischen Wien und Bratislava sind - Weinproduzenten auf internationalem Top-Niveau. 
  Nach dieser Rundreise in der Thermenregion, welche am Besten mit dem Fahrrad zu erschließen ist (Stichwort: Thermenradweg und Eurovelo) fahren wir - am besten wieder mit dem Fahrrad - auf dem Triestingtalradweg in den Wienerwald. Auch das Triestingtal ist eines der namensgebenden Industrietäler des Viertels. Die Kruppstadt Berndorf gibt davon ein eindrucksvolles Zeugnis ab. Im Wienerwald erwarten uns dann zahlreiche Gaststätten und Direktvermarkter/innen mit ihre Spezialitäten, allen voran das Wienerwald Weiderind, welches auch als Genuss Region deklariert ist. Der Wienerwald ist auch ein weiteres UNESCO-Gebiet der Region, nämlich ein UNESCO-Biosphärenpark. Quer durch den Biosphärenpark geht es dann auf zahlreichen Wander- und Mountainbikerouten wieder zurück nach Wien. 
  Wer jetzt glaubt, die Reise sei zu Ende, soll versuchen sie auch in Wirklichkeit nachzureisen und wird bemerken, dass es dabei noch viel mehr zu entdecken und zu "erschmecken" gibt. Der Lebensmittel-Einkaufsführer "Aus der Region für die Region" soll dafür vorab ein wenig Gusot machen. 


DI Andreas Weiß
Regionalmanager

 
     
 

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